STERNENSTAUB IST ÜBERALL Ein Zwischenbericht aus der Klangkammer der ODYMORPH
Der Sternenstaubchor erhebt sich nicht einfach zum Singen — er entsteht, wie Nebelinseln im frühen Universum entstehen: aus Atem, aus Erwartung, aus der leisesten Schwingung einer Erinnerung, die noch keiner gedacht hat.
Seine Stimmen legen sich übereinander wie Spiralgalaxien, treffen sich, verfehlen sich, finden sich wieder in einem Punkt jenseits des Hörbaren. Manchmal klingt es, als würde jemand von innen an die Wände der Zeit klopfen.
Britta Antunes Akkordeon öffnet hierzu die Schleusen: ein Druckausgleich zwischen Welt und Zwischenwelt, ein metallisches, warmes „Einatmen“, das die ODYMORPH in Bewegung setzt. Jeder Ton ein Korridor, jeder Balgzug ein neuer Abschnitt der Reise.
Und ich selbst? Meine Stimme hängt wie ein Lichtfaden an der Außenhaut der Realität, weht im Sonnenwind, spannt sich, reißt fast doch im Moment des Zerreißens verdichtet sie sich zu jenem leisen Kern, der zwischen Orpheus und Zukunft navigiert.
So beginnt unser Konzert. Nicht mit Musik, sondern mit Entstehung.
März 2026 · 19:30 Uhr Duisburger Hof · Großer Saal Sternenstaubchor · Zungenreden · Thomas Bremser
Ein theatralisch-musikalisches Chorkonzert über Klang, Zeit und Sehnsucht. FAUSTL – mein Alter Ego ist Reisender zwischen Sternen, Mythen und Menschlichkeit – stürzt mit seinem Raumgleiter ODYMORPH aus der Milchstraße zur Erde.
In seiner silbernen Schachtel hat er die goldene Schallplatte der Raumsonde VOYAGER gestohlen – einfach abmontiert.
Wenn FAUSTL Sauerstoff aus Flaschen inhaliert, verwandelt er sich in den ORPHEUS BRITANNICUS HENRY PURCELL und stiftet, in einem Rettungsboot der QUEEN MARY 2 gelandet, musikalische Unruhe. Was für ein Spaß!🚀
Er sucht sich selbst und alle Antworten auf alle Fragen.
Auf seinem Weg begegnet FAUSTL frostigen Menschen, dem Cold Genius aus Purcell‘s KING ARTHUR, verlorenen Stimmen und kosmischen Echos: Pink Floyds „Astronomy Domine“, Purcells „Cold Song“, David Bowies „Space Oddity“, Elton Johns „Rocketman“ und Werke von Ruth Morris Gray und Anna Depenbusch und viele andere – und die verschmelzen zu einer poetischen Odyssee durch Raum, Zeit und Klang. Time Stands Still ist das Motto an diesem Abend.
Zwischen Musik, Licht und Sprache entsteht eine Reise vom All zur Erde – und zurück ins Innere. FAUSTL erkennt: Die größte Entdeckung ist nicht im All, sondern im eigenen Herzen. „Ich weiß, was ich weiß… Ich flieg durch die Zeit.“
Mitwirkende: Sternenstaubchor Duisburg Ensemble Zungenreden Britta Antunes Akkordeon Thomas Bremser Altus Counter-Tenor Musikalische Gesamtleitung Thomas Bremser
Ort: Duisburger Hof, Samstag 14. März 2026 Opernplatz 2 47051 Duisburg WYNDHAM Hotel
Frühjahrsputz der Stimmlippen in unserem Proberaum im Kunstverein Duisburg. Dienstags 19:45-21:45 Uhr Sternenstaubchor im Intonations-Bootcamp auf dem Mond? „Sternenstaub ist überall“ Chorkonzert mit Solistinnen und Solisten 14.03.2026 DUISBURGER HOF WYNDHAM HOTEL um 19:30 Uhr EINTRITT 10 €
Sternenstaub über Duisburg
Ein magischer Konzertabend im Großen Saal mit dem Sternenstaubchor
Am Opernplatz 2 in Duisburg verspricht ein außergewöhnlicher Konzertabend, die Grenzen zwischen Realität und Traum zu verwischen. Unter dem funkelnden Motto „Sternenstaub ist überall“ wird im prunkvollen Großen Saal des Duisburger Hofs im Wyndham Hotel am 14.03.2026 um 19:30 ein musikalisches Erlebnis geboten, das weit über das Gewöhnliche hinausgeht.
Schon ab 19:00 Uhr öffnen sich die Pforten für alle, die bereit sind, sich von den Klängen verzaubern zu lassen – der Eintritt beträgt hierfür nur 10 Euro. Der renommierte Sternenstaubchor Duisburg, bekannt für seine stimmgewaltigen Interpretationen und emotionale Ausdruckskraft, präsentiert ein sorgfältig ausgewähltes Programm. Die Chormusik, getragen von Solistinnen und Solisten des Chores, lässt den Saal in einem Meer aus harmonischen Tönen erstrahlen und lädt das Publikum zu einer Reise in die Sphären der Musik ein.
Doch der Zauber endet hier nicht: Als besonderes Highlight tritt das Ensemble Zungenreden auf. Im Ensemble Zungenreden von Britta Antunes verschmelzen die faszinierenden Klänge des Akkordeons mit der einzigartigen Stimme des Countertenors Thomas Bremser zu einem unvergesslichen Klangereignisses.. Ihre Darbietung schafft es, traditionelle Elemente mit modernen Impulsen zu verbinden und so ein musikalisches Narrativ zu weben, das die Zuhörer in seinen Bann zieht.
Präsentiert von Sternenstaubmusik, wird der Abend zu einem Fest der Sinne – ein Erlebnis, bei dem jede Note, jeder Atemzug und jeder Augenblick dazu beiträgt, den staubigen Schleier des Alltäglichen zu lüften und den Funken der Magie wieder aufleben zu lassen. Inmitten der urbanen Kulisse Duisburgs wird der Konzertsaal zum Schauplatz eines Abends, an dem Sternenstaub nicht nur als poetische Metapher existiert, sondern in jeder Melodie und in jedem Klang greifbar wird.
Für Musikliebhaber und all jene, die sich nach einem außergewöhnlichen Ausflug in die Welt der Klänge sehnen, ist dieser Abend ein absolutes Muss. Lassen Sie sich von der Symphonie der Stimmen und Instrumente entführen und erleben Sie, wie an diesem besonderen Abend der Sternenstaub überall – in den Tönen, in der Atmosphäre und in Ihren Herzen – seine Magie entfaltet.
2026
Ankündigung: STERNENSTAUBCHOR DUISBURG 2. Chorkonzert STERNENSTAUB IST ÜBERALL 14.03.2025 Großer Saal Duisburger Hof WYNDHAM 19:30 Uhr Opernplatz 2 – 47051 Duisburg Info ab Januar 2026 www.thomasbremser.de
Thomas Bremser auf einer Probe mit dem Sternenstaubchor Januar 2023Konzert am 18.März 2023 in Runkel mit dem Sternenstaubchor und ZungenredenIn Vorbereitung für 2024
In Deiner Stimme schwingt die Idee von Dir selbst. Entwickle eine Idee von Dir selbst, durch die Selbstwahrnehmung Deiner Sprache und Deinem Gesang.
Thomas Bremser
In jedem Menschen steckt ein ungeahntes Potential an verborgenen, schlummernden Fähigkeiten. Es gilt, sie freizusetzen. Ich behandle die Menschen nicht. Ich wecke sie auf!
GESANGSUNTERRICHT In meinem Gesangsunterricht geht es, neben der Ausbildung in einer Gesangstechnik, auch immer um sehr emotionale Momente. Hier spielt die Selbstwahrnehmung, die Kontrolle und Koordination der physiologischen und psychologischen menschlichen Vorgänge eine große Rolle. Die Befreiung der Stimme, wie wir es alle mal als Säugling erleben durften, kann in uns wieder zum Leben erweckt werden. Interessante Fragen sind: Warum wurden wir nach stundenlangem Schreien als Baby nicht heiser? Wieso schaffen wir im Fußballstadium, oder bei einer Bandprobe, gerade mal 20 Minuten unbeschadet zu schreien? Was können wir von uns als ehemaliger Säugling lernen? Was sind die Primär-Funktionen unserer Stimmlippen? Warum kommt ein geschulter Opernsänger ohne Mikrofon über ein 120-Mann Orchester? Wo befindet sich unser Resonanzkörper? Was ist das Instrument? Auf dem Weg zu seinem eigenen Klang, stößt der Schüler auf eigene Grenzen und die Erweiterung seines emotionalen und physiologischen Horizontes, ändert vielleicht so gar hier und da seinen Blickwinkel auf die Musik und seine Umwelt. Untrennbar mit dieser Ebene sind Selbstbewusstsein, Ausdruckswillen und Bühnenpräsenz verbunden. Da wir am Tag, auch als professioneller Sänger, mehr sprechen als singen, ist es nur logisch im Gesangsunterricht die Sprechstimme zu schulen. Dies Alles bedeutet für mich Gesangsunterricht. Thomas Bremser
Gesangslehrer / Vocalcoach Thomas Bremser arbeitet seit 2003 als Gesangslehrer, Stimmbildner, Autor und Komponist in seinem eigenen Gesangs-u. Musikstudio in Duisburg Duissern. Außerdem veranstaltet er Stimmseminare für Chöre und Gesangsgruppen. Gesangsunterricht Privater Gesangsunterricht auf Anfrage. Mobil 0151 29103158
Thomas Bremser, Altus erhielt seinen ersten Trompetenunterricht im Alter von 8 Jahren und sang als Knabensopran in St. Lamberti zu Hildesheim. Er nahm Trompetenunterricht bei Heribert Prell (Mönchengladbach), nahm während seiner Zeit als Trompeter im Heeresmusikkorps 7 in Düsseldorf Unterricht an der Musikhochschule Köln bei Adam Bauer. Zusätzlich nahm er Stunden bei Walter Holy (Collegium Musicum WDR) im Fach Barocktrompete. 1984 studierte er an der Robert-Schumann-Hochschule u.a. bei Hea Soon Park, Heinz Julius Scholz und Michaela Krämer das Fach Altus / Counter-Tenor. Gesangunterricht bei Ingeborg Reichelt 2002 bei Jan Fischer im Lichtenberger Institut. Meisterkurse Er absolvierte zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Emma Kirkby, Paul Esswood, Anner Bijlsma, René Jacobs und Max van Egmond. 1985 wurde er von dem damaligen Intendanten Michael Hampe als Solist an die Kölner Oper verpflichtet. Studien führten ihn an das Mozarteum in Salzburg, wo er von Nikolaus Harnoncourt im Jahr 1989 musikdramatischen Unterricht erhielt. Oper u. Konzert 1996 wurde er als Gast an die Bayerische Staatsoper München verpflichtet. Im selben Jahr debütierte er als Hänsel an der Kölner Oper. Auf internationalen Konzertreisen sang Thomas Bremser u.a. unter der Leitung von Christopher Hogwood, Frieder Bernius, Howard Amman, Georg Fischer und Arnold Östman. 2002 debütierte Thomas Bremser als „Schwan“ (Carmina Burana) in der Kölner Philharmonie. Schauspiel / Musiktheater 2016/2017 „Die Möglichkeit einer Insel “ von M. Houellebeqdie; Rolle des „Vincent“. Theater an der Ruhr Mülheim. Pädagogik Ende Spielzeit 2000/2001 freiwilliges Ausscheiden, nach über 9 Jahren, aus dem Ensemble der Oper der Stadt Köln. Von Juli 2001 bis Oktober 2003 studierte Thomas Bremser vier Semester Logopädie in Bochum. 2002 erhält er bei Jan Fischer Unterricht in der „Funktionalen Methode“ nach Gisela Rohmert im Lichtenberger Institut. Ensembles Thomas Bremser gründete 2000 das Ensemble Zungenreden mit der Akkordeonistin Britta Antunes. Zahlreiche Liederprogramme führten das Ensemble Zungenreden u.a. an die Kölner Oper, Museum Wilhelm Lehmbruck, das Ludwig Forum, Küppersmühle und andere. Thomas Bremser ist Gründer des Thomas B Duo mit dem Lautenisten Thomas Bocklenberg. 2022 Zungenreden reloaded „ARIADNE“ Musikkritiker, Autor Komponist Als Autor erzählt er in seinem Zyklus Orpheus am Rhein (2004-2011) in verschiedenen Veranstaltungen die Geschichte von Orpheus und Eurydike neu. Gesamtkunstwerk: Triumvirat mit Orpheus, Odysseus und Messias. Eine Musikrevue über König David ist geplant. FAUSTL / ARIADNE www.zungenreden.de Schulen Seit 2006 engagiert sich Thomas Bremser im Bereich Kultur und Schule, im Auftrag des Landes NRW. Info: http://kulturundschule.de/kuenstlerpool/detail.php?idUser=29081 Von 2012 – 2021 war er im Projekt Jekits der Landesstiftung NRW im Auftrag einer freien Duisburger Musikschule an der GGS Mozartschule, ebenfalls in Duisburg, beschäftigt.
In der GGS Bergschule in Duisburg Meiderich leitete er (2013-2019) mit der Duisburger Schulsozialarbeiterin Heide Schubert (Diakonie) den „Swimmy-Chor“. Chor 1.-4. Klassen
In der GGS Schulstraße leitet er im Schuljahr 2021/2022/2023/2024/2025 eine Schülergruppe (Klasse 1-4). Thema des Projektes heißt Zauberflöte für Kinder
Bis 2020 arbeitete er in einer Kita (Brummkreisel, Grabenstraße) als „Musikthomas“
Gesangslehrer / Vocalcoach Thomas Bremser arbeitet seit 2003 als Gesangslehrer, Stimmbildner, Autor und Komponist in seinem eigenen Gesangs-u. Musikstudio in Duisburg Duissern. Außerdem veranstaltet er Stimmseminare für Chöre, Theatergruppen und Gesangsgruppen. Sternenstaubchor April 2017 gründet er denSTERNENSTAUBCHOR
Der Chor ist keine Erfindung der Neuzeit. In der griechischen Antike bezeichnete das Wort chorós zunächst einen umgrenzten Tanzplatz, später den Reigen selbst, ausgeführt zu Ehren einer Gottheit, und schließlich die Vereinigung von Singenden und Tanzenden, die das dramatische Geschehen begleiteten.
Der Chor war von Anfang an mehr als Klang. Er war Haltung, Präsenz, Gemeinschaft – und Verantwortung. Sophokles lässt den Chor in der Antigone sagen:
„Nichts gewaltiger denn der Mensch;
Weil auf dunkele Flut der See,
Von Südstürmen umhergedrängt,
Er tritt des Wogengetoses
Empörten Schwall hindurch.“
Diese Verse sprechen von Kraft, aber auch von Ausgesetzt sein. Und genau hier beginnt Chorarbeit.
II. Die Stimme erheben – was das eigentlich bedeutet
Die Stimme ist kein neutrales Werkzeug. Sie ist immer eine gehörte Stimme.
„Indem unsere Stimme stets eine gehörte Stimme ist, hat sie Appellcharakter. Wer die Stimme erhebt, entblößt sich, tritt ein in eine Dimension des Ausgesetzt Seins. Die Präsenz der Stimme hat dabei Aufführungscharakter.“
Chorsingen heißt deshalb nicht: „Ich singe, solange ich mich sicher fühle.“ Sondern: Ich bringe mich ein – mit allem, was ich habe. Das gilt unabhängig von Vorerfahrung, Alter oder Stimmlage. Es gilt für Anfängerinnen ebenso wie für geübte Sängerinnen.
III. Klangfarbe – und warum Intonation kein Zufall ist
Singen beginnt nicht bei der Note, sondern beim Körper.
„Die Stimme hört auf, der Sprache als reines Transportmittel zu dienen,
und führt stattdessen metaphorisch vor, wie sich ein von den Zwängen der Schwerkraft befreiter Körper empfinden würde.“
Intonation ist deshalb kein Talent, sondern ein Zustand
Sie entsteht, wenn:
Atem geführt wird
der Körper tragfähig ist
und die Stimme frei schwingen darf.
Ein Chor, der intonatorisch unsicher ist, ist kein schlechter Chor. Er ist ein Chor, der noch nicht dieselben körperlichen und klanglichen Erfahrungen teilt. Genau hier setzt meine Arbeit an.
IV. Mein Verständnis von Chorarbeit
Ich arbeite nicht mit „Tricks“. Ich arbeite mit Stimme, Zeit und Wiederholung. Chorarbeit bedeutet für mich:
die Stimme ernst zu nehmen
sie systematisch zu schulen
und sie in einen gemeinsamen Klang zu überführen.
Dazu gehört auch ein Satz, der bewusst ausgesprochen werden darf: Es darf – und soll – zu Hause geübt werden. Nicht als Pflicht. Sondern als Teil einer gemeinsamen Verantwortung. Ein Chor wächst nicht nur im Probenraum. Er wächst dort, wo einzelne Stimmen beginnen, für sich selbst zu sorgen.
V. Die Singschule als gemeinsamer Rahmen
Alle Gesangunterrichte und Chorarbeiten laufen unter dem Dach meiner SINGSCHULE THOMAS BREMSER in Duisburg.
Das bedeutet:
klare stimmtechnische Grundlagen
einheitliche Begriffe und Bilder
Übungen, die nachvollziehbar und wiederholbar sind
und Transparenz darüber, warum wir etwas tun.
Übungsmaterial, Einsingkonzepte und Noten werden strukturiert vermittelt. Kopierte Noten dienen ausschließlich der Arbeit – Originale sind jederzeit einsehbar.
VI. Stimmlagen – kein Etikett, sondern ein Arbeitsfeld
Stimmlagen sind Orientierungen, keine Schubladen. Frauenstimmen bewegen sich zwischen:
Sopran
Mezzosopran
Alt
Die Zuordnung erfolgt nicht nach Wunsch, sondern nach:
Klang
Tragfähigkeit
und langfristiger Gesundheit der Stimme.
Das kann sich verändern – und darf es auch.
VII. Wie wir konkret arbeiten werden
Unsere Arbeit wird immer drei Ebenen verbinden:
Körper & Atem
– Vorbereitung des Instruments
– bewusste Stütze
– Spannung ohne Härte
Phonation & Klang
– Vokalarbeit
– Registerbalance
– gemeinsamer Resonanzraum
Musikalische Umsetzung
– Intonation
– Textverständnis
– Ausdruck
Kurze Übungseinheiten für zu Hause werden Teil dieses Konzepts sein. Nicht viel. Aber regelmäßig
VIII. Zum Schluss
Chorarbeit ist kein Wettbewerb. Sie ist ein Weg. Ein Weg, auf dem viele Stimmen zu einem gemeinsamen Klang werden – nicht trotz ihrer Unterschiede, sondern wegen ihnen. Oder, um mit Sophokles zu enden:
Der Mensch ist gewaltig – nicht, weil er alles kann, sondern weil er sich dem Klang anvertraut.
Sternenstaub ist überall am 14.3.2026 Duisburger Hof Großer Ballsaal Wyndham Hotel um 19:30 Uhr.
CATERINUCCIA und die GOLDEN RECORD
Die Silberbüchse war kleiner als gedacht. Ein Taschentuch darin. Alt. Benutzt. Aufgehoben aus Gründen, die niemand mehr genau weiß.
Eine der Antennen der Voyager hatte sie erwischt – nicht sanft, eher wie ein Insekt auf der Windschutzscheibe der Ewigkeit. Aufgespießt. Kein Unfall. Eher ein Missverständnis zwischen Raumfahrt und Erinnerung.
Die Golden Record ließ sich nicht lösen. Sie klebte. Nicht technisch – emotional. Als hätte sie erkannt, wer da an ihr zerrt.
Dieses warme Gefühl dann. Kein Triumph. Eher ein Wiedererkennen. Wie wenn man einen Geruch wahrnimmt und plötzlich weiß, wer man einmal war, bevor man es vergaß.
Das Taschentuch sagte nichts. Aber es wusste alles.
Sternenstaub eben. Ist überall. Thomas Bremser (to be continued)
Samstag 14.März 2026 im Duisburger Hof um 19:30 Uhr
Wyndham Hotel Großer Ballsaal Opernplatz 2 in 47051 Duisburg
STERNENSTAUB IST ÜBERALL Ein Zwischenbericht aus der Klangkammer der ODYMORPH
Der Sternenstaubchor erhebt sich nicht einfach zum Singen — er entsteht, wie Nebelinseln im frühen Universum entstehen: aus Atem, aus Erwartung, aus der leisesten Schwingung einer Erinnerung, die noch keiner gedacht hat.
Seine Stimmen legen sich übereinander wie Spiralgalaxien, treffen sich, verfehlen sich, finden sich wieder in einem Punkt jenseits des Hörbaren. Manchmal klingt es, als würde jemand von innen an die Wände der Zeit klopfen.
Britta Antunes Akkordeon öffnet hierzu die Schleusen: ein Druckausgleich zwischen Welt und Zwischenwelt, ein metallisches, warmes „Einatmen“, das die ODYMORPH in Bewegung setzt. Jeder Ton ein Korridor, jeder Balgzug ein neuer Abschnitt der Reise.
Und ich selbst? Meine Stimme hängt wie ein Lichtfaden an der Außenhaut der Realität, weht im Sonnenwind, spannt sich, reißt fast doch im Moment des Zerreißens verdichtet sie sich zu jenem leisen Kern, der zwischen Orpheus und Zukunft navigiert.
So beginnt unser Konzert. Nicht mit Musik, sondern mit Entstehung.
März 2026 · 19:30 Uhr Duisburger Hof · Großer Saal Sternenstaubchor · Zungenreden · Thomas Bremser
Ein theatralisch-musikalisches Chorkonzert über Klang, Zeit und Sehnsucht. FAUSTL – mein Alter Ego ist Reisender zwischen Sternen, Mythen und Menschlichkeit – stürzt mit seinem Raumgleiter ODYMORPH aus der Milchstraße zur Erde.
In seiner silbernen Schachtel hat er die goldene Schallplatte der Raumsonde VOYAGER gestohlen – einfach abmontiert.
Wenn FAUSTL Sauerstoff aus Flaschen inhaliert, verwandelt er sich in den ORPHEUS BRITANNICUS HENRY PURCELL und stiftet, in einem Rettungsboot der QUEEN MARY 2 gelandet, musikalische Unruhe. Was für ein Spaß!🚀
Er sucht sich selbst und alle Antworten auf alle Fragen.
Auf seinem Weg begegnet FAUSTL frostigen Menschen, dem Cold Genius aus Purcell‘s KING ARTHUR, verlorenen Stimmen und kosmischen Echos: Pink Floyds „Astronomy Domine“, Purcells „Cold Song“, David Bowies „Space Oddity“, Elton Johns „Rocketman“ und Werke von Ruth Morris Gray und Anna Depenbusch und viele andere – und die verschmelzen zu einer poetischen Odyssee durch Raum, Zeit und Klang. Time Stands Still ist das Motto an diesem Abend.
Zwischen Musik, Licht und Sprache entsteht eine Reise vom All zur Erde – und zurück ins Innere. FAUSTL erkennt: Die größte Entdeckung ist nicht im All, sondern im eigenen Herzen. „Ich weiß, was ich weiß… Ich flieg durch die Zeit.“
Mitwirkende: Sternenstaubchor Duisburg Ensemble Zungenreden Britta Antunes Akkordeon Thomas Bremser Altus Counter-Tenor Musikalische Gesamtleitung Thomas Bremser
Ort: Duisburger Hof, Samstag 14. März 2026 Opernplatz 2 47051 Duisburg WYNDHAM Hotel
Der Chor ist keine Erfindung der Neuzeit. In der griechischen Antike bezeichnete das Wort chorós zunächst einen umgrenzten Tanzplatz, später den Reigen selbst, ausgeführt zu Ehren einer Gottheit, und schließlich die Vereinigung von Singenden und Tanzenden, die das dramatische Geschehen begleiteten.
Der Chor war von Anfang an mehr als Klang. Er war Haltung, Präsenz, Gemeinschaft – und Verantwortung. Sophokles lässt den Chor in der Antigone sagen:
„Nichts gewaltiger denn der Mensch;
Weil auf dunkele Flut der See,
Von Südstürmen umhergedrängt,
Er tritt des Wogengetoses
Empörten Schwall hindurch.“
Diese Verse sprechen von Kraft, aber auch von Ausgesetzt sein. Und genau hier beginnt Chorarbeit.
II. Die Stimme erheben – was das eigentlich bedeutet
Die Stimme ist kein neutrales Werkzeug. Sie ist immer eine gehörte Stimme.
„Indem unsere Stimme stets eine gehörte Stimme ist, hat sie Appellcharakter. Wer die Stimme erhebt, entblößt sich, tritt ein in eine Dimension des Ausgesetzt Seins. Die Präsenz der Stimme hat dabei Aufführungscharakter.“
Chorsingen heißt deshalb nicht: „Ich singe, solange ich mich sicher fühle.“ Sondern: Ich bringe mich ein – mit allem, was ich habe. Das gilt unabhängig von Vorerfahrung, Alter oder Stimmlage. Es gilt für Anfängerinnen ebenso wie für geübte Sängerinnen.
III. Klangfarbe – und warum Intonation kein Zufall ist
Singen beginnt nicht bei der Note, sondern beim Körper.
„Die Stimme hört auf, der Sprache als reines Transportmittel zu dienen,
und führt stattdessen metaphorisch vor, wie sich ein von den Zwängen der Schwerkraft befreiter Körper empfinden würde.“
Intonation ist deshalb kein Talent, sondern ein Zustand
Sie entsteht, wenn:
Atem geführt wird
der Körper tragfähig ist
und die Stimme frei schwingen darf.
Ein Chor, der intonatorisch unsicher ist, ist kein schlechter Chor. Er ist ein Chor, der noch nicht dieselben körperlichen und klanglichen Erfahrungen teilt. Genau hier setzt meine Arbeit an.
IV. Mein Verständnis von Chorarbeit
Ich arbeite nicht mit „Tricks“. Ich arbeite mit Stimme, Zeit und Wiederholung. Chorarbeit bedeutet für mich:
die Stimme ernst zu nehmen
sie systematisch zu schulen
und sie in einen gemeinsamen Klang zu überführen.
Dazu gehört auch ein Satz, der bewusst ausgesprochen werden darf: Es darf – und soll – zu Hause geübt werden. Nicht als Pflicht. Sondern als Teil einer gemeinsamen Verantwortung. Ein Chor wächst nicht nur im Probenraum. Er wächst dort, wo einzelne Stimmen beginnen, für sich selbst zu sorgen.
V. Die Singschule als gemeinsamer Rahmen
Alle Gesangunterrichte und Chorarbeiten laufen unter dem Dach meiner SINGSCHULE THOMAS BREMSER in Duisburg.
Das bedeutet:
klare stimmtechnische Grundlagen
einheitliche Begriffe und Bilder
Übungen, die nachvollziehbar und wiederholbar sind
und Transparenz darüber, warum wir etwas tun.
Übungsmaterial, Einsingkonzepte und Noten werden strukturiert vermittelt. Kopierte Noten dienen ausschließlich der Arbeit – Originale sind jederzeit einsehbar.
VI. Stimmlagen – kein Etikett, sondern ein Arbeitsfeld
Stimmlagen sind Orientierungen, keine Schubladen. Frauenstimmen bewegen sich zwischen:
Sopran
Mezzosopran
Alt
Die Zuordnung erfolgt nicht nach Wunsch, sondern nach:
Klang
Tragfähigkeit
und langfristiger Gesundheit der Stimme.
Das kann sich verändern – und darf es auch.
VII. Wie wir konkret arbeiten werden
Unsere Arbeit wird immer drei Ebenen verbinden:
Körper & Atem
– Vorbereitung des Instruments
– bewusste Stütze
– Spannung ohne Härte
Phonation & Klang
– Vokalarbeit
– Registerbalance
– gemeinsamer Resonanzraum
Musikalische Umsetzung
– Intonation
– Textverständnis
– Ausdruck
Kurze Übungseinheiten für zu Hause werden Teil dieses Konzepts sein. Nicht viel. Aber regelmäßig
VIII. Zum Schluss
Chorarbeit ist kein Wettbewerb. Sie ist ein Weg. Ein Weg, auf dem viele Stimmen zu einem gemeinsamen Klang werden – nicht trotz ihrer Unterschiede, sondern wegen ihnen. Oder, um mit Sophokles zu enden:
Der Mensch ist gewaltig – nicht, weil er alles kann, sondern weil er sich dem Klang anvertraut.